Sturm- und Drangzeit auf dem Spielplatz

In Deutschland wütet es, Stürme fegen über’s Land, Hochwasser bedroht und überflutet die Straßen. In ganz Deutschland? Nein. Hier unten im Südwesten ist es vergleichsweise ruhig und trocken. Gestern, an Halloween, war es sogar mild und sehr sonnig. Was gibt es besseres als am Nachmittag (vorher musste der Papa noch 1-2 Stunden im Bett liegen…) mit Frau und Tochter im Laub zu toben und trockene(!) Rutschen runter zu jagen.

 

 

 

 

Der Ältere war derweil mit einem Freund in der Vorbereitung für den frühen Abend: Süßes – und am besten gar kein Saures – war angesagt. Der letzte Tag im Oktober: Er und Halloween stehen vor der Tür eines jeden Nachbarn!

 

Die spätere Ausbeute konnte sich sehen lassen. Die stabile Einkaufstasche tat brav ihren Dienst. Solide genug, um genug Schokoriegel, Fruchtgummi und saure Drops heil nach Hause zu transportieren. Die Eltern sollten nicht ganz leer ausgehen. Taten sie auch nicht. Der Ältere nahm nach erstem Begutachten des süßen und sauren Erfolges eine gewisse Tischzäsur vor: Es gab eine imaginäre Linie – links davon durften die Eltern zulangen. Der etwas größere Bereich war für die Jüngeren im Zimmer vorgesehen. Natürlich 100% richtig so (wir probierten auch nur ansatzweise).

 

Und wie schon bei John Carpenter… ganz ohne Maske geht es nicht. Gut, dass unsere Kinder keinen blassen Schimmer von Horrormovies haben. Die Kleine machte ihre Sache dennoch gut und sehr routiniert. Im Dunkeln wäre ich ihr nicht gern begegnet. Also ohne zu wissen, wer da vor mir steht.

 

Nur Süßes an Halloween

 

Das mit der ©Kiri-Maske wirkte wie SCREAM Part 5.0 – The Final Chapter. Das ist natürlich übertrieben.

 

Die Kleine versprüht auch mit in Österreich sicherlich verbotener Horrorvermummung so viel Lebensfreude und an Halloween total fehl platzierter Nächstenliebe, dass man sie lieber umarmen will. Ganz gleich, wen sie vorhat anzugreifen…

Zurück zum Laub. Es war schon fast bilderbuchmäßig schön (vielleicht machen wir auch eins…?), die Kleine mit ihren kunstvoll (die Mama, klar) geflochtenen Zöpfen zwischen den bunten Blättern zu sehen. Die zwei Rutschen hier hinter dem Haus an der angrenzenden Schule von allen Seiten erklommen, saust sie sehr vergnügt hinunter.

Nicht ohne mehrere Gelegenheiten auszulassen, kleine Steinchen zu werfen. Wenn schon denn schon.

 

Wir überleben die Attacken, schießen Fotos was das Zeug hält und gehen fast so zufrieden nach Hause wie die Kleine. Sie war in dem Punkt einfach nicht einzuholen.

 

Soll nochmal einer sagen, Halloween sei kein wunderschöner Anlass, phantastische Nachmittage zu feiern. Da lachen ja die Masken!