Der Ohrgriff als Greifreflex

Es gibt beinahe nichts was ich lieber tue, als meiner Tochter (m)ein Ohr zu leihen. Eigentlich kann sie es auch geschenkt haben. Auch gern beide Ohren. Ich würde die Teile aber vorerst noch an meinem eigenen Kopf tragen. Aber darum geht es (ihr) ja: It’s Kuscheltime!

 

Und immer wenn meine Kleine kuschlig wird und sich festhalten und anlehnen will, braucht sie ein Ohr. Oder auch zwei Ohren! Double earing

 

Wenn dazu noch ein Schnuller in der Nähe ist, am besten im Mund, dann kann nicht mehr so viel schief gehen. Denn damit sind die meisten ihrer Bedürfnisse gestillt. Augen halb oder ganz zu – all good.

Selbstverständlich funktionieren die Ohren meiner Frau genauso gut. Eben das, was am besten und am schnellsten zu greifen ist. Das heißt… manchmal werden die Hörlappen auch geradezu bestellt: Papa, komm, Ohr! Das ist das untrügerische Zeichen, dass die Kleine müde ist. Dann will sie sich nicht einfach nur hinlegen und einschlafen. Da wird gegrabscht und gekrallt, meine Ohren haben schon einiges mitmachen müssen. Aber denen geht es wieder gut.

Der Ohrgriff meiner Kleinen ist inzwischen milder und zärtlicher geworden. Die Verletzungen, wenn sich ihre Fingernägel in die Ohrmuschel krallten, gehören der jüngeren Vergangenheit an. Das ist schön.

Und was tut Papa nicht alles, damit die Kleine beruhigt einschlafen kann. Eben. Alles.